Was kostet eine Tanzlehrerausbildung?

Tanzlehrer unterrichten Erwachsene und Kinder im Tanz. Üblicherweise lehren sie Gesellschaftstänze in speziellen Tanzschulen, aber es gibt auch andere Einsatzmöglichkeiten. Ob der Job als Tanzlehrer für Sie in Frage kommt und wie hoch die Kosten sind, erfahren Sie hier.

Kosten und Jobchancen

Die Kosten für eine Tanzlehrerausbildung variieren je nach Schule. In der Regel muss man für die Ausbildung ungefähr 200 € im Monat zahlen. Dazu kommen Kosten für die Lehrbücher, die ungefähr bei 150 € liegen. Weitere Gebühren sind für die 1. Zwischenprüfung, die 2. Zwischenprüfung und die Tanzlehrerprüfung zu zahlen. Die Jobchancen stehen gut. Tanzen gehört zum gesellschaftlichen Leben, ist beliebt und als Sport sehr gesund, weil der ganze Körper gefordert wird. Als Tanzlehrer haben Sie die Möglichkeit als freier Mitarbeiter in einer Tanzschule zu arbeiten oder selbst eine Tanzschule zu eröffnen. Sie können Kinder, Senioren und jüngere Erwachsene unterrichten. Auch als Privatlehrer gibt es gute Chancen. Zusätzlich können Sie sich weiterbilden zur/m Veranstaltungskauffrau/-mann oder zum Fachwirt für Tanzschulen (IHK).

Ablauf und Wesen der Tanzlehrerausbildung

Tanzlehrer ist ein freier Beruf. Es kann sich praktisch jeder Tanzlehrer nennen und die eigene Tanzschule eröffnen. Dennoch ist es ratsam vorher eine Ausbildung zu absolvieren. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Es bieten der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) und der Berufsverband deutscher Tanzlehrer (BDT) Ausbildungen zum Tanzlehrer im Gesellschaftstanz an. Die Ausbildung im ADTV beginnt in der Regel im Herbst mit einer dreijährigen Ausbildungsdauer in einer anerkannten Schule. Sie gliedert sich in eine tänzerische, praktische, fachlich-theoretische und überfachliche Ausbildung. Zusätzlich zum Gesellschaftstanz bietet der ADTV noch spezielle Ausbildungen an, die frei wählbar sind. Voraussetzungen sind die Vollendung des 18. Lebensjahres und eine abgeschlossene Schulausbildung. Es wird außerdem ein ärztliches Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Die Ausbildung eignet sich für Künstler, Tänzer, Artisten. Darüber hinaus gibt es neben dem ADTV auch private, staatlich genehmigte Schulen und Akademien, die eine Tanzlehrerausbildung anbieten. Diese Ausbildung ist im Allgemeinen berufsbegleitend im Sinne eines Blockstudiums oder im Rahmen eines Unterrichts, der ein- bis zweimal wöchentlich stattfindet. Sie kann sowohl hauptberuflich, als auch nebenberuflich absolviert werden. Hier gliedert sich die Ausbildung in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Im praktischen Teil wird Unterrichtsaufbau, Pädagogik, Rhetorik, Didaktik, Methodik, Festgestaltung und das Leiten einer Tanzschule gelehrt. Im theoretischen Teil werden das Figurenmaterial der Standard- und Lateinamerikanischen Tänze, sowie die Alten Tänze erlernt. Der Unterricht wird mit Fachbüchern unterstützt. Zusätzlich werden Choreographien erstellt. Im Unterricht inbegriffen ist die Vorbereitung auf die Prüfungen, sowie das Wesen der Wertungsrichtertätigkeiten und das Errechnen von Wertungen bei Turnieren. Zusätzlich werden moderne Tänze wie Hip-Hop, Salsa, Rock’n’Roll und ähnliche gelehrt. Umgangsformen, Atem- und Entspannungstechniken, Cocktail- und Barschulung vervollständigen die Ausbildung. Die Voraussetzungen sind die Vollendung des 18. Lebensjahres, eine abgeschlossene Schulausbildung und das Tanzabzeichen in Gold oder turniertänzerische Fähigkeiten.

Bild: panthermedia.net Diego Cervo