Offener Unterricht für individuelles Lernen

Schüler lernen Teamwork und selbstständig zu arbeiten

In vielen Schulen unterrichten Lehrer nach wie vor in Form des Frontalunterrichts, den alternative Methoden zur Unterrichtsgestaltung zunehmend verdrängen. Zwar eignen sich die Schüler neues Wissen an, indem sie dem Lehrer zuhören und sich beteiligen, trotzdem ist der Lernerfolg größer, wenn sie sich das Wissen selber erarbeiten. Außerdem fordert der offene Unterricht das Lernen nach den individuellen Stärken und Schwächen und die Schüler erschließen selbständig neue Themen.

Was bedeutet „Offener Unterricht“?

Der Offene Unterricht gehört zusammen mit dem Kooperativen Lernen zu den Methoden, die die Lehrer heutzutage immer häufiger im Schulunterricht einsetzen. Der Vorteil, die Schüler bestimmen selbst, wann und auf welche Weise sie sich den neuen Unterrichtsstoff erarbeiten. Dabei gibt der Lehrer den Schülern die benötigten Lernmaterialien und steht ihnen bei Fragen zur Verfügung. Außerdem dürfen sich die Kinder aussuchen, ob sie alleine oder mit anderen Klassenkameraden die Aufgaben lösen, und die Lernumgebung selber wählen. Allerdings erstellen Lehrer einen Wochenplan, anhand dessen sie sehen, welche Themenbereiche und Aufgaben bis zum Ende der Woche erledigt sein müssen.

Die Vorteile des Offenen Unterrichtes

Diese Unterrichtsform lässt den Schülern Freiraum, neuen Stoff auf eine Weise zu lernen, die für sie am besten ist. Dies fördert sowohl die Selbstständigkeit als auch das methodische Denken und die Kooperation. Denn sie unterstützen Klassenkameraden mittels Lernen durch Lehren, indem sie ihnen bestimmte Themen erklären. Ein weiterer Vorteil ist der, dass sich die Unterrichtsform in sämtlichen Fächern, wie Deutsch und Englisch, anwenden lässt. Damit die eigenständige Arbeit Spaß macht, sollten Lehrer interessante Arbeitsblätter und abwechslungsreiche Aufgaben stellen, zu denen sie über diesen Link www.buhv.de/materialien/sekundarstufe_i.html gelangen.

Mit Projekten und Stationen in der Praxis anwenden

Das Modell des Offenen Unterrichts lässt sich auf verschiedene Weisen einbauen. Zum Beispiel mit einem Projektunterricht, der an der Irena-Sendler-Schule in Hamburg einen festen Platz im Lehrplan einnimmt. Alternativ arbeiten sich die Schüler von einer Station zur nächsten oder haben einen Wochenplan. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das individualisierte Lernen im Unterricht anzuwenden. Tipp, diese Form eignet sich ebenso für den fächerübergreifenden Unterricht.

Bild: panthermedia.net Christian Schwier