Amazon Kindle Fire: Die Fakten

Am 15. November 2011 werden die US-Kunden von Amazon in den Genuss des Kindle Fire kommen. Das Gerät präsentiert sich mit klaren Linien und einer Display-Größe von 7 Zoll, wie auch das erste Samsung Galaxy Tab. Die Größe liegt gut in der Hand und bietet noch einen guten Mehrwert zu einem Smartphone. Doch was kann der Kindle Fire wirklich und ist es eine  Konkurrenz zu den aktuell verfügbaren Tablet PCs?

Nur WLAN, kein 3G

Laut offizieller Ankündigung wird der Kindle Fire „nur“ per WLAN ins Netz gehen können, eine 3G-Nutzung ist nicht vorgesehen. Da ist ein Handytarife Vergleich erst einmal nicht notwendig, auf der anderen Seite hört sich dies sehr unpraktisch an, wenn man unterwegs kurz ins Netz möchte. Allerdings gibt es in den USA schon viel mehr WLAN-Hotspots als in Deutschland, auch wenn wir hier langsam aufholen. Dabei ist eine permanente Online-Anbindung auch eigentlich Pflicht, denn der interne, nicht erweiterbare Speicher beträgt lediglich 8 Gigabyte. Dafür steht Kindle Fire Benutzern unbegrenztes Cloud Volumen zur Verfügung, so dass gekaufte Musik, Filme oder Bücher nur auf dem Gerät gespeichert werden müssen, wenn es offline genutzt werden soll. Diese Lösung zeigt auch ganz klar die Intention, dass der Kindle Fire kein echtes Tablet ist, sondern ein Gerät, um die Amazon-Dienste zu nutzen, wie auch das Betriebssystem beweist.

Android komplett überarbeitet

Die Basis des Kindle Fire OS ist zwar Android, jedoch hat Amazon eine Oberfläche drüber gelegt, die komplett auf die eigenen Dienste zugeschnitten ist. So wird auch nicht der komplette Google Market angeboten, sondern nur der Amazon App Story. Klassiker wie Angry Birds oder Plants vs. Zombies finden sich hier auch, allerdings werden alle Apps wie in iTunes die iPad Apps erst von Amazon genehmigt und können nicht frei eingestellt werden. Durch die Konzentration auf die Amazon-Dienste wird allerdings auch kein Computer oder zusätzliche Software benötigt. Der Akku scheint aber nicht allzu beeindruckend zu sein, Amazon verspricht offiziell, dass der Kindle Fire siebeneinhalb Stunden Film am Stück wiedergeben kann – ohne eingeschaltetes WLAN. Wer als Amazon Prime Kunde also streamt, wird vermutlich schneller den Akku aufladen müssen, auch das Handy dürfte schnell leer sein, wenn unterwegs kein Hotspot verfügbar ist, sondern die Handytarife für mobiles Internet als Hotspot benutzt werden.

Fazit

Der Kindle Fire ist genau das, was der Name sagt: Kein weiterer Zugang bei den Tablet PCs, sondern ein aufgebohrter Kindle, der sich aber durch den günstigen Preis als Mediengerät für Amazon Prime Kunden lohnen wird. Ein Release in Deutschland erscheint derzeit unwahrscheinlich, da die meisten Amazon-Dienste noch nicht bei uns verfügbar sind.

Bild: Screenshot Amazon

Text: Bastian Wiesemeyer