Apple iCloud: Top oder Flop?

Das synchronisieren von Daten, war für die meisten Apple-User von mehreren Geräten eine Frage der Geduld und des Könnens. Seit der Einführung von iCloud hat sich das geändert. Auch Apple hat die Wolke für sich entdeckt und bietet diese nun an, um Daten auszulagern, so wie Google und etliche andere Anbieter. Googles „Notebook“ Chromebook ist sogar noch radikaler, weil es die Daten und Anwendungen komplett ins Netz verlagert und damit enorm viel Speicher freimacht und allen Nutzern eines Accounts einen sehr einfachen Weg bietet, immer auf die richtigen und aktuellsten Daten zugreifen zu können.

Daten synchronisieren und updaten mit der iCloud

Auch die iCloud nimmt dem Benutzer Arbeit ab. Zunächst ermöglicht der Account die Freischaltung aller Geräte, wie iPad, iMac oder iPhone direkt via W-LAN und nicht über die Verbindung mit einem Computer. Zum anderen werden geänderte Daten, wie Fotos und Musik automatisch auf dem Serveraccount aktualisiert und dann gepusht. Damit ist gemeint, dass der Datenbestand auch auf den anderen Geräten fortlaufend aktualisiert wird, was sowohl dem Benutzer mehrerer Geräte als auch Arbeitsgruppen, die sich aus beruflichen Gründen abstimmen müssen, einen aktuellen Datenbestand garantiert.

Erfolg ist ungewiss

Ob dieser Zusatzservice, der bereits Anfang Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC von Steve Jobs vorgestellt worden ist, auch angenommen wird, lässt sich nicht ohne weiteres sagen. Cloudservices wie iCloud müssen immer noch mit zahlreichen Bedenken und Vorurteilen kämpfen. Wie halten es die Serverbetreiber mit dem Datenschutz. Was passiert, wenn es zu einem unplanmäßigen Datenverlust kommt. Kann ich sensible Daten bedenkenlos einer Cloud anvertrauen. Grundsätzlich war es auch vor Erfindung der Cloud möglich, Daten zu synchronisieren. Allerdings setzte dies voraus, dass diese Datenplanmäßig verwaltet werden und alle Nutzer Zugriff auf einen Server hatten. In diesem Fall genügten ein W-LAN-Anschluss und ein Laptop. Das Neue an iCloud ist nun die Automatisierung dieser Prozesse, die dem User Zeit und Ärger sparen. Auf jeden Fall ist ein günstiger DSL Anbieter für jeden Cloudnutzer eine wichtige Voraussetzung. Insgesamt wurden die Bemühungen Apples die Cloudtechnologie zu nutzen, um den Apple-Usern das Leben zu erleichtern, positiv aufgenommen. Dies entspricht auch der Firmenphilosophie bei der Design und Usability zum Markenkern gehören. Interessant wird allerdings bei den ganzen neuen Cloud-Diensten, wie die Server betrieben werden. Für Internetseitenbetreiber ist klimaneutrales Webhosting schließlich schon eine wichtige Frage.

Bild: Screenshot Apple.com