Küchenmöbel – günstig wird’s durch gute Planung

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Machen Sie sich eine genaue Vorstellung Ihrer Küche

Sie planen eine neue Küche zu kaufen? Natürlich können Sie ein Küchenstudio beauftragen die komplette Küchenplanung, die Bestellung der Geräte und Küchenmöbel sowie die Montage der Einbauküche zu übernehmen. Je mehr Arbeitsschritte Sie jedoch aus der Hand geben, desto unsicherer ist das Ergebnis. Damit Ihre Küche der Traum wird, den Sie sich vorstellen, sollten Sie einige Faktoren beachten.

Die Bedarfsplanung ist der Grundstock

Zunächst ist eine Bedarfsplanung ratsam. Möchten Sie an einer Küchentheke essen, ist ihre Küche klein und benötigen Sie trotzdem viel Stauraum im Küchenschrank? Kochen Sie gern aufwendig oder bereiten Sie sich gelegentlich auch ein Fertiggericht in der Mikrowelle zu? Eine vernünftige Bedarfsplanung erfordert Zeit. Nehmen Sie sich dafür einige Wochen und schreiben Sie Ihre Erfordernisse in Sachen Küchenmöbel und Haushaltsgeräte auf einen Zettel. Lassen Sie Banalitäten wie den Mülleimer nicht außer Acht. Schließlich ordnen Sie die Liste nach Prioritäten wie Arbeitsfläche, Stauraum oder Sitzgelegenheiten. In Google SketchUp lässt sich die Küche bspw. in 3D mit exakten Maßen planen.

Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Abstände zwischen den Küchenelementen, sowie die Arbeitshöhe der Küchenzeile. Zur Berechnung einer ergonomischen Arbeitshöhe finden Sie im Internet einen von der Technischen Universität Darmstadt entwickelten Ergonomieplaner (leider nicht kostenlos). Zwischen Arbeitsfläche, einem gegenüberstehenden Küchenmöbel oder der gegenüberliegenden Wand sollte ein Abstand von 120 Zentimetern bestehen. So bleibt Ihnen bei geöffneten Türen genügend Bewegungsfreiheit. Zwischen Unterschrank und Hochschrank planen Sie einen Mindestabstand von mindestens 50 Zentimetern ein, abhängig von Ihrer Körpergröße. Der Abstand zwischen einer Elektro-Kochstelle und der Dunstabzugshaube sollte 65 Zentimeter betragen. Aufgrund der Flamme sollte dieser bei Gasherden 90 Zentimeter betragen.

Effizienten Stauraum finden

Als nächstes planen Sie den Stauraum der Küchenmöbel. Dabei gibt es diverse Arten von Schrankeinteilungen. Schubladen, Regaleinteilung oder an einer Spindel aufgehängte Regalböden, die sich herausdrehen lassen. Bewahren Sie Küchenutensilien wie Küchenmesser in der Nähe Ihrer Arbeitsflächen auf, so ersparen Sie sich unnötige Wege. Machen Sie sich anschließend über die gewünschten Oberflächen und das Material Ihrer Küchenmöbel Gedanken. Oberflächen mit Struktur, wie lackiertes Holz oder Glasscheiben, sind schwerer sauber zu halten als glatte, pflegeleichte Flächen. Falls Sie die Küchenschränke selber zusammenstellen möchten, bietet sich Möbelteile an, die Sie individuell auf Ihre Wünsche anfertigen lassen können.

Bei Küchenmöbel ist der Preis verhandelbar

Haben Sie alle Informationen gesammelt, begeben Sie sich auf die Suche nach Ihren Küchenmöbeln. Vergleichen Sie die Preise sowohl im Möbelhandel, Küchenmarkt und im Internet. Entdecken Sie Ihre Küchenmöbel bei einem weiter entfernten Händler zu einem günstigeren Preis, so lässt meist der Händler vor Ort mit sich reden. Von Käufen von No-Name-Produkten im Internet ist abzuraten. Die Berichte über mangelhafte Verarbeitung und nicht zu entschlüsselnde Bauanleitungen sind zahlreich.

Haushaltsgeräte sollten gut ausgewählt sein

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Auswahl der Elektrogeräte. Überlassen Sie nicht dem Händler die Wahl. Häufig enthalten Komplettküchen Hausgeräte älterer Baureihen mit deren Verkauf die Händler ihre Rabatte beim Preis der Küchenmöbel ausgleichen. Aktuelle Geräte sind in der Regel stromsparender. Im Internet finden Sie zahlreiche Testberichte, zum Beispiel von der Stiftung Warentest, anhand derer die Suche nach stromsparenden Haushaltsgeräten leicht fällt. Verfügen Sie über einen Gasanschluss, lässt sich auch mit einem Gasherd Geld sparen. So rentiert sich der Küchenkauf auch in der Zukunft!

Bild: panthermedia.net | Harald Richter