Im Urlaub ein Motorrad mieten: Was ist zu beachten?

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Achten Sie auf andere Verkehrsregeln im Ausland

Motorradfans wollen auch im Urlaub oft nicht auf ihr geliebtes Motorradfahren verzichten und planen deshalb, das Urlaubsland zumindest tageweise auf zwei Rädern zu erkunden. In fast jedem Urlaubsland finden Sie günstige Mietangebote, doch nicht alle halten das, was sie versprechen. Bevor Sie eine Entscheidung treffen und Motorradtouren starten, sollten Sie sich deshalb bei verschiedenen Anbietern gut informieren und einige wesentliche Punkte beachten, damit das Motorradfahren im Urlaubsland nicht zu einem teuren Alptraum wird.

Kennen Sie die Straßenverkehrsregeln Ihres Urlaubslandes?

Zuerst sollten Sie sich mit den Straßenverkehrsregeln Ihres Urlaubslandes vertraut machen. Im Ausland gelten oft andere Geschwindigkeitsbegrenzungen als in Deutschland. In fast allen Ländern besteht Helmpflicht für Fahrer und Sozien. Bei Verstoß drohen teils empfindliche Geldbußen und die Beschlagnahmung des Motorrads für einen gewissen Zeitraum. In manchen Ländern ist es Pflicht für Motorradfahrer, auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren und einen Verbandsbeutel dabeizuhaben, Infos finden Sie bspw. Beim ADAC. Legen Sie die geplanten Routen vorher fest und verlassen Sie sich am besten nicht auf Ihren Orientierungssinn. Ein Mopped Navi könnte Ihnen aus so mancher Klemme helfen, wenn Sie sich auf unbekanntem Terrain verfahren haben.

Denken Sie an den richtigen Versicherungsschutz

Um ein Motorrad mieten zu können, benötigen Sie einen rechtskräftigen Führerschein für die entsprechende Fahrzeugklasse (Moped oder Motorrad) sowie einen gültigen Personalausweis. Vergleichen Sie mehrere Anbieter vor Ort und machen Sie sich ein Bild vom Zustand der Motorräder bezüglich eventueller Mängel. Falls Sie Mängel feststellen, sehen Sie vom Mieten des Motorrades ab. Lassen Sie kleinere Schäden, die Sie feststellen, schriftlich im Vertrag festhalten. Bestehen Sie auf einen schriftlichen Vertragsabschluss und lassen Sie sich auf keine mündlichen Vereinbarungen ein. Stellen Sie Fragen, wenn Sie die fremdsprachigen Klauseln im Vertrag nicht verstehen.

Informieren Sie sich über die Motorrad-Versicherung des Leih-Zweirads. Am besten ist eine Vollkaskoversicherung mit niedriger, besser noch ohne Selbstbeteiligung, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Wie schnell ist im Ausland ein Unfall passiert. Die Mindestdeckungssumme der Haftpflichtversicherung sollte nicht unter einer Million Euro liegen. Sie können zusätzlich auch vor dem Urlaub bei Ihrer eigenen Versicherung eine „Mallorca-Police“, einen ergänzenden Haftpflichtschutz mit höherer Deckung, abschließen. Achten Sie auf den Tankzustand. Im Ausland ist es am besten, wenn Sie das Motorrad in vollbetanktem Zustand übernehmen und auch so wieder abliefern, um Streitigkeiten zu vermeiden.

Bild: panthermedia.net | Werner Hilpert